Dunkler Orden – Chroniken der Seelenfänger II

Wie man dunkle Seelen jagt

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Mit seinem schwarzen Dolch und seiner Fähigkeit, die Seelen der Toten zu sehen, kämpft Ludwig gegen das Dunkel der Welt. Doch die Fäden spinnen sich immer enger um ihn und es kündigt sich eine Bedrohung an, die die Bruderschaft der Seelenfänger im Visier hat.

Erneut zückt Ludwig seinen schwarzen Dolch, um die Welt von der Dunkelheit zu befreien. Er ist ein Seelenfänger und jagt die dunklen Seelen, die danach dürsten, den Lebenden zu schaden. Doch längst nicht alle Gefahren gehen von dunklen Seelen aus, und so bekommt es Ludwig auch mit Anderwesen, Dämonenbeschwörern und Zauberern zu tun. Aber auch auf seiner Seite kämpfen Animati und Kirchendiener mit.

Kurzgeschichten-Band und Roman in einem

Auch der zweite Teil der Chroniken der Seelenfänger besteht aus verschiedenen Erzählungen, die in sich mal mehr und mal weniger abgeschlossen sind. Denn die Kurzgeschichten werden zwar als einzelne beendet, verknüpfen sich jedoch mehr und mehr zu einer größeren Geschichte, die die Geschehnisse des ersten und zweiten Bandes verbindet.

Die Qualität der Erzählungen hat seit dem ersten Band nicht abgenommen. Sie brauchen zwar manchmal etwas, um in Fahrt zu kommen, fesseln den Leser dann aber bis zum Ende. Zwar hat der Autor einen Stil, der sich durch alle Geschichten zieht, doch der dramaturgische Aufbau unterscheidet sich stets. Manchmal werden vermeintliche Verbündete zu Feinden, dann wieder geht die Gefahr von einer Figur aus, die anfangs als nebensächlich erschien. Bisweilen wird auch auf ein unverkennbares Übel Jagd gemacht.

Während seiner Reisen trifft Ludwig auch wieder auf viele Persönlichkeiten. Davon sind einige alte Bekannte, andere jedoch völlig neue Gesichter. Manche von ihnen sind unsympathisch, andere trotz ihrer Eigenheiten sympathisch. Allen zu eigen ist jedoch, dass sie Charakter haben. Sie wirken weder blass noch archetypisch. Leider haben viele von ihnen berufsbedingt eine knappe Lebensdauer. Allerdings gibt es leider auch Bösewichte, die zu kurz auftauchen, um wirklich Persönlichkeit zu entwickeln.

Auch die Schauplätze der Geschichten variieren stark. Die Spanne reicht von magischen Inseln, die von Anderwesen bewohnt sind, über verlassene Ruinen und unbewohnte Wildnis bis hin zur Heiligen Stadt, wo der Papst seinen Sitz hat. Dennoch schwingt an allen Orten ein Gefühl von unterschwelliger Gefahr mit.

Fazit

Insgesamt besticht der Roman durch seine düsteren und dennoch leicht ironischen Erzählstrukturen. Durch die Welt, aber auch die Trennung der Kapitel in eigene Geschichten, erinnert das Buch an die ersten Bände von Sapkowskis Romanen über Geralt den Hexer (auch bekannt als The Witcher-Spielereihe). Wer den ersten Teil der Chroniken der Seelenfänger mochte, wird garantiert auch den zweiten Band der Reihe verschlingen.

Hier geht es zur Rezension zum ersten Teil der Chroniken der Seelenfänger: Schwarzer Dolch. Der dritte Teil (Goldenes Feuer) erscheint am 3. April 2017.

Schwarzer Dolch – Chroniken der Seelenfänger II
Alexey Pehov
(Piper Verlag, 2016)
480 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-3492703963
Webseite: Dunkler Orden bei Piper

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