Dragon Age: Inquisition

Taktische Gefechte und explosive Mischung aus Fantasy und Politik

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Die Dragon Age-Saga hat eine turbulente Reputationsachterbahn hinter sich. Als im Jahr 2009 Dragon Age: Origins erschien, erstrahlte der ehemalige RPG-Gigant im Rampenlicht, denn das Spiel strotzte vor Innovation. Charaktere waren greifbar, Entscheidungen beeinflussten den Spiel­ablauf, mit der Möglichkeit, homosexuelle Romanzen eingehen zu können, wagte das Studio Bioware einen kontroversen Vorstoß. Nur anderthalb Jahre später erschien ein enttäuschendes Dragon Age 2 mit immer gleich aussehenden Dungeons und einem sehr actionorientierten Kampfsystem. Zugegeben, die Story konnte fesseln, aber die Spieleentwickler bei Bio­ware können im Grunde mehr, als einfach nur gute Geschichten zu erzählen. Dafür brauchten sie aber Zeit.

Dragon Age: Inquisition befindet sich seit drei Jahren in Arbeit und läuft auf Basis der neuen Frostbite3-Engine. Die Grafik ist extrem organisch und detailreich. Die Areale sind gigantisch, ohne sich dabei ständig zu wiederholen. Nach Angaben des Studios ist ein einziger Abschnitt etwa so groß wie alle Abschnitte aus Dragon Age 2 zusammen. Von diesen Abschnitten soll Inquisition insgesamt zehn besitzen, die frei erkundbar sind und voller Nebenquests stecken. Mit diesem Spiel will Bioware nicht nur die Linien der vergangenen Teile zusammenführen, sondern sie auch zu einem dramatischen Ende führen.

Als Anführer der Inquisition hat man alle Hände voll zu tun. Drachen machen die Gegend unsicher, die Templer führen Krieg mit den Magiern und überall herrscht Chaos. Unsere Aufgabe ist es, dem entgegenzuwirken und die Länder zu vereinen. Soweit nichts Neues, Dragon Age war schon immer eine explosive Mischung aus Fantasy und Politik.

Die Heldengruppe

Einige Charaktere sind bereits aus den Vorgängern bekannt, manche sind neu. Jeder der bis zu neun Mitstreiter verfolgt ein eigenes Ziel und hat eine eigene Hintergrundgeschichte. An der Front kämpfen wir daher mit Figuren aller Gruppierungen, Templer und Magier, abtrünnige Magier, Graue Wächter, Qunari, um nur ein paar zu nennen, die sich untereinander nicht immer grün sind. Unsere Handlungen haben Einfluss auf die Gruppenzusammensetzung: Wenn man in der Rolle des Inquisitors drastische Entscheidungen trifft, kann es passieren, dass verärgerte Mitstreiter die Gruppe verlassen.

Man selbst wählt aus vier Rassen: Mensch, Zwerg, Elf und den gehörnten Qunari. Letztere stehen zum ersten Mal zur Auswahl. Als Klassen stehen Krieger, Schurke und Magier zur Verfügung. Die individuellen Origins-Geschichten aus dem ersten Teil gibt es aber nicht mehr.

Von Anfang an

Für den, der sich nicht mehr an die ersten beiden Teile erinnert, gibt es die Dragon Age Keep-App. Mit einem Origin-Account kann man seinen persönlichen Kanon schaffen und nachträglich entscheiden, wer am Ende von Origins König wurde, wer den Erzdämon besiegte und ob Hawke aus dem zweiten Teil eine Frau oder ein Mann ist. Alternativ kann auch auf die Spielstände der Vorgänger zurückgegriffen werden, wenn man Inquisition auf demselben System spielt.

Für einen direkten Einstieg hat Bioware einen Standardkanon zusammengestellt.

Aufregende Schlachten

An der Gefechtsfront ist es wieder taktischer geworden. Die Ressourcen sind knapp, auch Heiler müssen mit ihrer Magie haushalten, und wer sich kopfüber in die Schlacht stürzt, könnte eine böse Überraschung erleben. Neben den actionorientierten Kämpfen aus der Third Person-Perspektive kann man optional in die taktische Übersicht von oben umschalten. So kann man den Mitstreitern Befehle erteilen, wobei die Zeit angehalten wird, so dass man problemlos planen kann. Auf diese Weise ist es sogar möglich, aus sicherer Entfernung große Teile der Landschaft auszukundschaften, um Gefechte großflächiger zu planen. Anders als in den Vorgängerspielen steht diese taktische Übersicht auch auf den Konsolen zur Verfügung.

Den Drachen-Liebhabern sei an dieser Stelle versichert, dass es diese Kreaturen in Dragon Age: Inquisition zuhauf gibt, die an ihren Horten für epische Schlachten um die Schätze sorgen. Alle Drachen sind einzigartig und erfordern völlig unterschiedliche Strategien.

Auf ins Spiel!

Bioware setzt nicht nur auf Taktik, sondern auch auf Crafting und Eroberung. Gebietspunkte können durch die Ausbildung von Soldaten und den Ausbau der Festungen gewonnen werden, um sie dann auf die drei Schwerpunkte Armee, Handel oder Spionage zu verteilen. Neben Schnellreiseoptionen wirkt sich das auf die Truppenmoral aus, erweitert die Kriegskasse und schaltet neue Quests in der Umgebung frei.

Erstmals in der Dragon Age-Saga gibt es einen separaten Multiplayermodus. Bis zu vier Freunde können auf zufällig generierten Coop-Karten auf die Suche nach Schätzen und Ausrüstungsgegenständen gehen. Die Multiplayer-Funktion hat keinerlei Auswirkung auf die Singleplayer-Kampagne und damit auch keine unerwünschten Effekte für das Spielerlebnis passionierter Singleplayer.

Dragon Age: Inquisition verspricht in jeder Hinsicht gigantisch zu werden. Laut Hersteller wird man mit allen Nebenquests weit über 200 Stunden beschäftigt sein. Definitiv einer der heißesten Spielekandidaten dieses Jahr!

Weitere Rezensionen zum Dragon Age-Universum:

Dragon Age: Inquisition
(Bioware/Electronic Arts)
Plattformen: PC, PS3, PS4, Xbox360, XBoxOne,
Webseite: www.dragonage.com

Bilder: Electronic Arts

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