Dragon Age: Zerrissen

Der dritte Roman der Dragon Age-Reihe

// Literatur
Dragon Age: Zerrissen - News
Panini Comics

Das Ende von Dragon Age 2 lässt die Welt von Thedas im Chaos zurück: Die Magier sind bereit, die Ketten der Kirche abzustreifen und für ihre Freiheit zu kämpfen. Noch gilt der Weiße Turm von Val Royeaux als Hort der Ordnung, doch selbst im Herzen des vom Bürgerkrieg getriebenen Orlais träumen immer mehr Zauberer von einer Rebellion gegen die Templer.

Als eine mysteriöse Mordserie den Zirkel der Magi heimsucht, ist der charmante Magier Rhys für Lordsucher Lambert schnell der Hauptverdächtige. Zwar kennt Rhys den wahren Schuldigen, doch er ist der einzige, der den Täter sehen kann: Den Geisterjungen Cole, der sich an nicht viel mehr als den eigenen Tod erinnern kann. Bevor es zur Verurteilung kommt, erhält Rhys aber die Gelegenheit, eine große Heldin Thedas’ ins Ödland zu begleiten. Aus der anfänglichen Suche nach einem vermissten Freund entspinnt sich ein Kampf um die eigene Seele, an dessen Ende ein Geheimnis lockt, das das Gleichgewicht zwischen Magiern und Templern zum Wanken bringen kann. Und die schöne Templerin Evangeline, die zum Schutz des Magiers mitgeschickt wird, hat ohnehin ihre ganz eigenen Befehle.

Zerrissen stammt aus der Feder von David Gaider, des Chefautors der Dragon Age-Serie. Die Handlung spielt zwar zwischen den Games Dragon Age 2 und Dragon Age: Inquisition, ist jedoch auch ganz ohne DA-Vorwissen verständlich. Das Setting von unterdrückten Magiern und ihren aggressiven Bewachern ist nicht neu, doch wird die Geschichte spannend erzählt. Der Roman ist flüssig geschrieben und die meisten Charaktere sind vielschichtig. Ausgerechnet Lambert verkörpert aber leider eher den Archetypen eines Bösewichts, statt ein interessanter Antagonist zu sein.

Alte Bekannte und neue Gefährten

Gerade für Kenner der Dragon Age-Spiele ist Zerrissen ein wunderbarer Roman, gibt es doch ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten des ersten Teils. Vor allem Shales Sarkasmus ist wunderbar getroffen, auch wenn sie leider stets fälschlicherweise als „er“ bezeichnet wird. Aber einem Golem sieht man sei… ihr Geschlecht nun einmal nicht an.

Wer Dragon Age: Inquisition bereits durchgespielt hat, wird von der Wendung über Coles Wesen nicht mehr überrascht werden. Doch ist die Entwicklung des Geisterjungen trotzdem spannend zu lesen und wird nahtlos im Spiel fortgesetzt. Auch erlangt Coles Hintergrundgeschichte durch diesen Roman noch einmal an Tiefe und seine Reisegespräche mit Cassandra werden für den Spieler lebendiger.

Weitere Rezensionen zum Dragon Age-Universum:


Dragon Age: Zerrissen (Originaltitel: Asunder) 
David Gaider (Übersetzung: Claudia Kern)
(Panini, 2012)
512 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3833225260

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