Battlelore Zweite Edition

Ein Aufbruch in neue Welten

Battlelore geht in die zweite Runde und der Relaunch ist alles andere, als nur ein bisschen Feintuning gegenüber der Ers­ten Edition geworden. Vielmehr ist es ein neues Spiel, das gute Ideen seines Vorgängers übernommen hat und daraus etwas noch Besseres zaubert.

Das neue Battlelore ist in Terrinoth angesiedelt – der Fantasywelt, die schon von Runebound und Descent belebt wird. Es werden Kämpfe zweier aufeinandertreffender Armeen ausgefochten, die durch das Erringen von Siegespunkten die Schlacht für sich entscheiden können. Siegespunkte werden in Runden generiert, in denen eine Einheit auf einem Feld mit Bannermarker steht, also ein klassisches King of the Hill-System. Um diese Banner zu erobern, stehen den Kontrahenten unterschiedliche Einheiten zur Verfügung. Die guten Herren von Daquan stellen sich den Uthuk Y‘llan, die unter dem Kommando eines Chaoslords in die Schlacht geführt werden. Beiden Seiten stehen Nahkämpfer, Bogenschützen, Kavallerie und große Kreaturen zur Verfügung, jedoch unterscheiden sich diese in ihren Sonderregeln, sodass sich die Fraktionen unterschiedlich spielen lassen. Für jeden Einheitentyp gibt es eine Übersichtskarte, auf der die Spielwerte und Sonderregeln der Einheit zusammengefasst sind. Die Anzahl der Werte und die Komplexität der Regeln sind – ebenso wie das Kampfsystem an sich – übersichtlich und schnell auch für Einsteiger greifbar. Welche Spielweise man mit den Einheiten genau verfolgt, ist aber schon ein wenig kniffeliger und erfordert ein gewisses Maß an taktischem Vorstellungsvermögen, um gute Synergien erzeugen zu können.

Für Kämpfe wird eine durch den Einheitentyp definierte Anzahl Angriffswürfel geworfen. Diese Würfel enthalten sechs unterschiedliche Symbole, die über Verluste, Fluchterfolge oder auch das Auslösen von Sonderregeln Aufschluss geben. Welche Einheiten überhaupt agieren dürfen, bestimmt der Spieler durch Kommandokarten. Hiervon steht ihm eine Auswahl zur Verfügung, aus denen er auswählen kann. Oft gestatten ihm diese die Aktivierung von ein bis vier Einheiten, die sich an bestimmten Orten des Schlachtfelds aufhalten müssen, zum Beispiel Drei Einheiten auf der rechten Flanke. Da die Karten aus der Spielhand ausgewählt werden und damit nicht völlig zufällig eintreten, kann der Spieler eine Strategie verfolgen.
Neben der Position der Einheiten und Bannermarker wird das Spielfeld auch stark vom Gelände beeinflusst, etwa unüberquerbare Flüsse oder Hügel, die Bogenschützen eine bessere Sicht verleihen. Für den Aufbau des Spielfelds steht eine sehr interessante Szenariogenerierung zur Verfügung. Beide Kontrahenten wählen hierzu geheim eine Szenariokarte aus, die ihre Hälfte des Spielfelds zeigt. Diese beiden Szenariokarten aneinandergelegt ergeben dann den Aufstellungsplan für das gesamte Spielfeld, auf dem die Schlacht ausgetragen wird. Somit gibt es eine große Menge an Kombinationen für den Spielfeldaufbau, auf den die Spieler Einfluss haben, ohne das Spiel unnötig kompliziert zu machen.
Zusätzlichen Einfluss auf das Spielgeschehen können die beiden Parteien durch Machtkarten nehmen. Um diese zu spielen, ist ein gewisses Maß an Ressourcenmanagement mit den Machtpunkten nötig, aber weise eingesetzt kann eine Machtkarte die Spielsituation positiv beeinflussen.

Karten bei BattleLore
Karten bei BattleLore

Die Regeln von Battlelore sind übersichtlich und schlank gehalten und weisen daher auch kaum Unklarheiten auf. Durch das Einstiegsszenario geht das Lernen des Spiels simpel und schnell voran und Battlelore birgt einen hohen Wiederspielwert, da es den Spielern zahlreiche taktische Optionen bietet. Die ersten Erweiterungseinheiten sind bereits am Horizont zu sehen, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis neue Armeen sich den Schlachten anschließen werden. Battlelore ist Spielern zu empfehlen, die Spaß an Strategie-Kampfspielen haben, denen aber ein Tabletop, wie etwa Warhammer, zu aufwendig und zu komplex ist.

Bilder: Heidelberger

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