Dawn of War 3 (Vorschau)

Masse trifft Klasse

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Im Weltraum herrscht einmal mehr ein gnadenloser Krieg und wir sind mitten drin: Warhammer 40k: Dawn of War geht nach fünfjähriger Pause in die nächste Runde. Dawn of War 3 soll noch in diesem Jahr erscheinen und nicht nur die Geschichte fortführen, sondern auch noch das Beste aus allen Vorgängern in sich vereinen. Und das sieht schon jetzt spektakulär aus.

Vorerst stehen mit Space Marines, Eldar und Orks drei spielbare Fraktionen zur Auswahl. Weitere Add-Ons sind zwar noch nicht angekündigt, aber es ist davon auszugehen, dass es nach dem Release wieder zusätzliche Erweiterungen mit neuen Fraktionen geben wird.

Wenn drei sich streiten, freut sich der Spieler

Bei der obligatorischen Kampagne, in der alle drei Fraktionen zum Zuge kommen, dürfen sich Fans der Serie auf alte Bekannte freuen: die Fraktion der Bloodravens mit ihrem Anführer Gabriel Angelos ist bereits seit dem ersten Dawn of War dabei. Im zweiten Teil war er bis zum Ende lediglich der Auftraggeber. Jetzt kämpft er wieder an vorderster Front und teilt mit seinen Sprungattacken kräftig aus. Auf der Seite der Eldar kehrt mit Farseer Mecha ebenfalls eine alte Bekannte zurück. Die Streitkräfte der Orks werden einmal mehr von Gurguz 'Ead' Unter angeführt.

Auch die Heldeneinheiten aus dem zweiten Teil werden mit ihren Talentbäumen wieder ins Spiel integriert. Maximal drei levelbare Heldeneinheiten können das Schlachtfeld dominieren, wobei diese auch die Form von besonders mächtigen Kampfkolossen annehmen können. Das Einheitenlimit des zweiten Teils wurde zugunsten von Massenschlachten weit nach oben gesetzt. Wo die Helden in Dawn of War 2 lediglich von kleinen Squads begleitet wurden, kämpfen sie nun in großen Schlachtformationen Seite an Seite mit Mechs, Panzern und Cybots.

Ressourcen einnehmen und strategisches Bauen

Mit den regulären Einheiten kehrt auch der Basisbau zurück. Dafür benötigte Ressourcenpunkte müssen allerdings erobert werden und stehen zwangsläufig außerhalb der schützenden Basis. Die Anzahl der Gebäude hat sich auf vier Typen reduziert, die bis zu dreimal aufgerüstet werden können, um die stärksten Einheiten freizuschalten. Mit den aufgerüsteten Gebäuden kommen neue Forschungsoptionen, die bei den zahlreichen Feldzügen helfen können.

Wie in den Vorgängern lassen sich die Space Marines individuell ausstatten. Mit Flammenwerfern richten sie einen größeren Flächenschaden an, mit dem Plasmagewehr ist der Schaden zwar punktueller, aber auch stärker. Allerdings überhitzt das Gewehr schnell. Generell sollte man also die eigene Infanterie im Auge behalten, damit die Marines nicht plötzlich ohne Feuerkraft dastehen.

Wurden ausreichend Ressourcen eingenommen, können Einheiten und Gebäude per Drop-Pod aus dem Orbit angefordert werden. Dies bietet enormes strategisches Potenzial. Es ist beispielsweise möglich, ein Drop-Pod mit Geschütztürmen in die gegnerische Basis zu beordern. Dies sorgt für ein gutes Überraschungsmoment und kann den Feind gleichzeitig aus der Flanke beharken. Insgesamt kann man bis zu drei Drop-Pods gleichzeitig kommen lassen und sie mit unterschiedlichen Einheiten versehen. Nach dem Drop muss allerdings erst ein Countdown abgewartet werden, bevor neue Einheiten angefordert werden können.

Massenschlachten und große Wummen

Wer geduldig ausharrt und seine Armee bis zum Maximum ausbaut, bekommt letztlich Zugriff auf die größten Einheiten, die es in einem Dawn of War-Spiel jemals gegeben hat. Auf der Seite der Space Ma­rines stampft zum Beispiel Heldin Solaria in ihrem Imperialen Ritter das gegnerische Heer in Grund und Boden. Die beidseitigen Gattlingkanonen und flächendeckenden Raketenangriffe verwandeln die gegnerische Infanterie in einen rauchenden Haufen Asche. Doch auch die Eldar haben mit dem Phantomritter einen ebenbürtigen Giganten in ihren Schlachtreihen. Die Orks ziehen mit dem klobigen Gorkanaut in den Kampf. Einheiten dieser Größe kosten natürlich reichlich Ressourcen und können meistens erst spät gerufen werden.

Eine so große Streitmacht kann nur noch durch einen der verheerenden Spezialangriffe übertroffen werden. Die Space Marines ordern für diesen Zweck einen Orbitallaser. Dieser vernichtende Strahl kann sogar manuell gelenkt werden. Je mehr Einheiten er trifft, desto effektiver wird er, lässt sich im Gegenzug aber träger steuern. Auch ein gegnerischer Kampfkoloss kann dieser Macht nicht lange standhalten und fällt nach kurzer Zeit in sich zusammen. Jede Rasse hat ihr eigenes Ass im Ärmel. Die Eldar antworten mit einem Psisturm. Die Orks lassen mit einem Meteor einen Brokkn auf das Schlachtfeld niederprasseln. Für Ausgeglichenheit ist also jederzeit gesorgt.

Fazit

Wie es aussieht, wird Dawn of War 3 ein wahres Effektgewitter, in dem Fans des Tabletopgiganten endlich die Gelegenheit haben, große Massenschlachten im Warhammer 40k-Universum zu spielen, ohne auf ihre Helden, Heere und Rieseneinheiten verzichten zu müssen. Die Figuren sehen hervorragend aus und sind den Modellvorlagen perfekt nachempfunden.

Zum Release wird Dawn of War 3 keine Coop-Kampagne bieten. Jedoch schließen die Entwickler nicht aus, mit den zukünftigen Erweiterungen eine solche nachzuliefern. Bis dahin kann man sich im Multiplayer mit einem Kameraden zusammenschließen oder gegeneinander kämpfen. Dawn of War 3 hat auf jeden Fall das Potenzial, ein Fest für Fans des futuristischen Echtzeitstrategiegenres und des Tabletopspiels zu werden.

Dawn of War 3
(Relic Entertainment/Sega, 2017)
Plattform: PC
Webseite: Dawn of War 3

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