Warzone: Resurrection

Futuristische Miniaturengefechte mit Retro-Flair

// Tabletop

Das 27. Jahrhundert – die Menschen haben unser ganzes Sonnensystem besiedelt, nachdem zum Ende des 21. Jahrhunderts die Erde zu sterben begann. Ein Großteil der Rohstoffe war bereits ausgebeutet und Großkonzerne steuerten die Welt. Regierungen waren zu Marionetten der Megacorps verkommen. Da der Planet vor dem Kollaps stand, blieb der Menschheit kaum ein anderer Weg, als neue Ufer zu erkunden. Der Bauhaus-Konzern entwickelte das Terraforming, sodass zuerst der Mond und dann die näheren Planeten unseres Sonnensystems bewohnbar gemacht und durch Konzerne besiedelt werden konnten.

Im späten 25. Jahrhundert war die Menschheit in der Lage, sogar die entferntesten Planeten zu erreichen und das Terraforming auf Pluto begann. Hier stieß man bei Bohrungen jedoch auf etwas Unerwartetes. Eine große Tafel aus einer unbekannten Metalllegierung, bedeckt von fremdartigen Runen. Mit der Freilegung der Tafel nahmen düstere Entwicklungen ihren Lauf. Technologien versagten und die Umwelt bäumte sich in verschiedenen Kolonien auf. Rasch begannen die Corporations, sich gegenseitig die Schuld zu geben und Sabotage zu unterstellen. Zwist war gesät und eskalierte in einem Krieg.

Auf der Suche nach den Ursprüngen der Zerwürfnisse wurde noch hinter dem Pluto der Planet Nero entdeckt. Auf ihm fand man ein Siegel, nach dessen Brechen die Finsternis ihren offenen Vormarsch begann. Verderbnis überkam die Menschheit und Legionen von Necromutanten fielen über das Sonnensystem her …

Die Welt von Warzone: Resurrection ist nicht neu und profitiert von einem reichhaltigen Hintergrund. Neben der früheren Version des Tabletopspiels gab es einige Brettspiele und ein Rollenspiel unter dem Namen Mutant Chronicles. Sogar ein Spielfilm mit Ron Pearlman entstand. Letzterer erzählt jedoch eine etwas abgewandelte Geschichte und ist qualitativ … sagen wir Geschmacks­sache ...

Der Stil von Warzone ist von der Tatsache geprägt, dass die Menschheit in ihrer technischen Entwicklung stark zurückgeworfen wurde und in den Ruinen der Vergangenheit um ihr Fortbestehen kämpft. Viele Elemente sind an einer Weltkriegsoptik angelehnt und geben der Welt der Mutant Chronicles ein düsteres und bedrückendes Flair.

Spielmaterial

Das Warzone: Resurrection-Tabletop besteht aus einem fast 300 Seiten starken Hardcover-Regelbuch, das optisch schön, inhaltlich übersichtlich und gut strukturiert gestaltet ist. Es enthält neben dem ausführlichen Hintergrund und den kompletten Regeln auch die Armeelisten aller Fraktionen mit deren Ausrüstungsoptionen.
Das Buch wird durch Spielkarten ergänzt. Zu jeder Einheit gibt es eine Karte, die das Profil der Einheit, ihre Sonderregeln und verschiedenen Ausrüstungsteile enthält (leider oft extrem klein gedruckt, um alle Informationen unterzubekommen). Außerdem wird das Spiel durch ein fraktionsaffines Kartendeck ergänzt.

Miniaturen

Natürlich sind Miniaturen das zentrale Spielmaterial des Tabletops. Warzone: Resurrection ist ein Spiel im 28 mm-Maßstab, bei dem menschengroße Modelle auf 30 mm-Rundbasen stehen. Alle Modelle sind aus hochwertigem Resin und bestechen durch einen enormen Detailgrad. Bei vielen Miniaturen bestehen ausreichend Möglichkeiten, Posen zu variieren und Ausrüstung zu wählen, um die Figuren zu individualisieren.

Spielweise

Die meisten Regelmechanismen sind nichts vollkommen Neues und in anderen Spielen bewährter Standard. Auch die Vorgängerversion des Spiels stand Pate. Jedoch wurde bei Warzone darauf geachtet, interessante Details herauszuarbeiten: etwa die Unterscheidung zweier verschiedener Zustände bei versagter Moral einer Einheit, gut definierten Zuständen, wann von Deckung profitiert werden kann und so weiter.

Die Spieler aktivieren abwechselnd je eine ihrer Einheiten. Bei Aktivierung stehen jedem Modell zwei Aktionspunkte zur Verfügung. Es wird jedes Modell einzeln abgehandelt, aber es bestehen Optionen, gemeinsame Aktionen, wie etwa konzentriertes Feuern, durchzuführen.

Für Fertigkeitstests muss der entsprechende Profilwert nach Anwendung entsprechender Modifikatoren mit einem W20 unterwürfelt werden.

Ein wichtiges zusätzliches Element bei Warzone sind Karten. Jeder Spieler stellt sich ein Kartendeck zusammen, aus dem dann gezogen wird. Bis zu fünf Karten darf der Spieler auf der Hand haben, die er dann ausspielen kann, um Einheiten zum Beispiel mit zusätzlicher Ausrüstung oder auch Gegner mit Effekten zu versehen.

Ressourcenkarten stehen dem Spieler zur Verfügung und können genutzt werden, um Tests zu vereinfachen, eine zusätzliche Aktion zu generieren oder Einheiten-Spezialeffekte auszulösen. Aber sie dienen auch als eine Art Währung, um Karten aus der Hand spielen zu dürfen.

Spiele in Warzone beginnen bei etwa 500 Punkten, sind aber in der Regel 1000 bis 1500 Punkte groß. Ein normalgroßes Spiel umfasst 40 Modelle, was je nach der Art der gewählten Truppen jedoch stark variieren kann.

Die Reise in die Zukunft

Im Augenblick wird an der deutschen Version der Regeln gearbeitet, deren Veröffentlichung noch für Ende 2015 geplant ist. Neue Einheiten und Fahrzeuge werden für die bestehenden Fraktionen stetig veröffentlicht, außerdem wurden bereits einige Miniaturendesigns etwas überarbeitet und optisch aufgewertet.

Prodos Games
steht im Moment kurz vor der Fertigstellung ihres zweiten Miniaturenspiels: AvP (Alien versus Predator) wird auf den Regelmechanismen von Warzone aufbauen. Alles, was bisher von den Modellen zu sehen war, scheint wieder das höchste Niveau anzusteuern.

Warzone: Resurrection
(Prodos Games)
Webseite: www.prodosgames.com

Bilder: Prodos Games

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