Styx: Master of Shadows

Ein Infiltrationsspiel mit RPG-Elementen

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Als vor einem Jahr das Überraschungs-RPG Of Orks and Men erschien, bewiesen die Cyanide Studios, dass sie gute Geschichten erzählen konnten. Die Geschichte eines ungleichen Duos Grünhäuter, die die Gut und Böse-Darstellung zwischen Menschen und Orks auf den Kopf stellte und somit eine völlig neue und interessante Perspektive zeigte. Die Rolle des Goblins und schwarzhumorigen Erzählers Styx blieb dabei besonders im Gedächtnis. Grund genug, um sich in einem weiteren Spiel mit dieser exotischen Figur zubefassen.

Master of Shadows geht dabei einen völlig anderen Weg als sein Vorgänger und wirft den Spieler in ein knallhartes Stealthgame mit RPG-Elementen. Wir dringen mit Styx in den Turm von Areath ein, einem gigantischen Bauwerk, in dem die Menschen und Elfen den legendären Weltenbaumbewachen. Styx versucht auf diese Weise nicht nur Informationen über seine eigene Herkunft herauszufinden, sondern auch das Herz des Weltenbaumes zu stehlen. Ein ziemlich ambitioniertes Ziel, doch die Geschichte hat einige überraschende Wendungen parat. Styx als Hauptfigur wirkt dabei geschliffen und souverän. Seine größtenteils mit Flüchen übersäten Monologe triefen vor Sarkasmus und so wundert es uns auch nicht, wenn man z.B. gegnerische Soldaten vergiften kann, indem man ihnen ins Essen kotzt.

Im Laufe des Spiels lernt Styx, sich unsichtbar zu machen oder einen Klon von sich selbst zuerzeugen. Um dies zu ermöglichen braucht Styx das sogenannte Goldharz, eben jenes Produkt, dass dem Weltenbaum entspringt. Dabei muss Styx nicht zwangsläufig töten. Das Spiel ist auch ohne einen einzigen Kill schaffbar. Teilweise ist es sogar ratsam, den konfrontationslosen Weg zu gehen, da eine Leiche zu viel immer andere Wachen auf den Plan rufen kann. Sind die Wachen einmal alarmiert lassen sie von ihrer Wachsamkeit nur langsam wieder ab. Wer schließlich in eine offene Konfrontation gerät sollte lieber gleich neu laden, denn die KI spielt nicht fair, wenn sie einen erwischt. Damit es es gar nicht erst so weit kommt, gibt es für jedes Level mehrere Wege, ans Ziel zu kommen. Die Vertikalität ist enorm und vielseitigeinsetzbar. Wer sich gerne in Deckennähe aufhält kann z.B. kleine Unfälle mit dem Kronleuchter inszenieren. Ein Kinderspiel ist Master of Shadows aber nicht. Wer nicht aufpasst und statt über Teppich über knarzenden Holzboden läuft oder über einen Gegenstand stolpert, hat schnell die volle Aufmerksamkeit aller anwesenden Soldaten auf sich gezogen. Wie gut, dass es da die Quicksavefunktion gibt. Die macht es zwar nicht einfacher, aber man muss nicht wieder an dutzenden Gegnern vorbei, die man längst hinter sich gelassen hatte. Eine sehrnützliche Funktion.

Es empfehlt sich übrigens, das verfügbare Update gleich zu Beginn des Spiels zuinstallieren. Hier wurden ein paar kleine Bugs ausgemerzt, die das Klettern unnötig schwer gemacht haben. Ohne eine Internetverbindung ist Styx: Master of Shadows übrigens gar nicht erst erwerbbar, da es sowohl auf Konsole, als auch auf PC lediglich als Download erhältlich ist. Dafür ist es für einen vollwertigen Titel extrem günstig und kostet lediglich 30 Euro. Wer endlich mal wieder eine knackige Schleichherausforderung spielen möchte, der liegt mit diesem überraschend anspruchsvollen Stealthgame genau richtig.

Styx: Master of Shadows
(Cyanide Studios, Focus Home Interactive)
Plattformen: PS4, XboxOne, PC
Webseite: www.styx-thegame.com

Bilder: KochMedia

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