Stuttgart 21: Lea

Eine Stadt unter Quarantäne

// Literatur
Stuttgart 21: Lea - News

Nachdem Stuttgart unter Quarantäne gestellt wird, bleibt Lea freiwillig in der abgeriegelten Stadt zurück. Sie macht Jagd auf Untote, die die Stadt unter Kontrolle halten. Gemeinsam mit Andreas versucht sie, zu überleben und das Virus zu bekämpfen.

Heil nach Hause zurückkommen, daran ist Lea gelegen. Obwohl Zuhause schon länger eher ein obligatorischer Begriff für die Staatsgalerie ist, in der sie mit Andreas einen Schutzraum bewohnt und das komplette Gelände – zum Teil sogar die Innenräume – mit Fallen gespickt hat. Dass die Fallen dabei nicht nur zum Schutz, sondern auch Teil eines Plans sind, ein Heilmittel zu finden, weiß Andreas allerdings nicht. Als Lea mit ihrem nach Verwesung stinkenden Hautmantel versucht unbemerkt und unbeschadet zurück in ihre Safezone zu gelangen, wird sie von Zombies entdeckt und das Unglück beginnt schleichend, sie heimzusuchen …

Aber nicht nur das generelle und stets präsente Problem mit den Zombies ist es, was Lea das Leben in dem verseuchten Stuttgart erschwert. Auch das Zwischenmenschliche bringt die toughe Stuttgarterin das ein oder andere Mal dazu, mit den Augen zu rollen, doch bleibt ihr keine andere Wahl in dieser neuen Welt. So nimmt sie schließlich ihren „Mitbewohner“ Andreas mit nach draußen auf die Jagd, während sich zeitgleich die Ereignisse in der kaputten Stadt überschlagen. Was Lea noch nicht ahnt: Sie steckt tief im Schlamassel, dabei will sie doch nur endlich ein Heilmittel finden. 

Zombietrip nach Baden-Württemberg

Das gerade einmal 132 Seiten starke Zombie-Buch aus der Stuttgart 21-Reihe von Michaela Harich beginnt mit Lea und ihrer Geschichte. Es scheint ein typisches Szenario – Zombies, die Menschen jagen, während Menschen Zombies jagen – doch dem ist nicht ganz so. Denn die Zombieseuche beschränkt sich auf die baden-württembergische Hauptstadt Stuttgart, die als Quarantäne-Zone ein Freilaufgehege für Zombies und Wagemutige geworden ist. 

Klassisch postapokalyptisch wird im kurzen Roman ordentlich Zombieaction geboten, doch auch die Story kommt auf den wenigen Seiten nicht zu kurz und so wird der Leser von Beginn an aufgegriffen und in das Geschehen geworfen. Denn mit Allgemeinplätzen wird sich hier nicht aufgehalten – ausufernde Zombie- und Landschaftsbeschreibungen sind nicht zu finden und auch nicht vonnöten. So spitzt sich der Plot um Lea stetig weiter zu und erhält dabei die Spannung aufrecht, bis sich in der heißen Phase die Ereignisse überschlagen, sodass das plötzliche Ende den Leser erstmal vor einige Fragen stellt. 

Fazit

Der Auftakt der Stuttgart 21-Reihe von Michaela Harich ist ein schönes, unterhaltsames Buch, das genau den richtigen Ton und Umfang für eine Zombieexkursion auf deutschem Boden bietet. Wer schon einmal in Stuttgart gewesen ist, wird nicht umhinkommen, die bekannten Schauplätze plötzlich zombifiziert vor seinem inneren Auge zu sehen, was dem Ganzen einen besonderen Reiz beim Lesen verpasst. Aber auch die Kürze des Buchs in Kombination mit den Charakteren und der ein oder anderen gut gesetzten Wendung verleihen Lea Würze und bringen kurzweiligen Spaß in die Apokalypse.

Weitere Abenteuer gibt es natürlich auch noch: Fortgeführt wird die Buchreihe von Sonja, Isabelle und Jenny, deren Schicksale und Erlebnisse innerhalb der Zombiestadt in den drei weiteren Büchern festgehalten sind. 

Stuttgart 21: Lea
Michaela Harich
(Papierverzierer Verlag, 2015)
132 Seiten, Softcover
ISBN: 978-3959620994
Webseite: Papierverzierer
 

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