Kurz reingehört: Schandmaul – Unendlich

Verträumte Märchenerzähler

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Schandmaul – Unendlich - News

Haustüren verrammeln, Fenster schließen und Konzertkarten ordern – die Schandmäuler treiben sich mit einem neuen Album wieder in der Musikwelt herum. Das Ergebnis klingt deutlich besser als das eher schwache Vorgängeralbum, dabei hatte der Wechsel zum Plattenriesen Universal im Vorfeld bei vielen Fans große Befürchtungen geweckt. Es ist der Band aber geglückt, sich ihren unvergleichlichen Charme zu erhalten – die a­nar­chische Musik kommt jetzt in edler Verpackung daher.

Und wie klingt das Album? Schandmäulig. Viel Flöte, viel Geige, viel Dudelsack – mit noch mehr Schlagzeug, Bass und Akkordeon. Die Märchenerzähler unter den Mittelaltermusikern entführen musikalisch zur Schlacht von Trafalgar, erzählen von der bayerischen Schwankfigur Brandner Kaspar, der den Teufel über’s Ohr haut, rufen zum Widerstand gegen dumpfbraunes Gedankengut, zum Saufen und zur Auseinandersetzung mit dem Tod auf. Insgesamt ist das Album ein großer Hörspaß, und lädt zum Mitsingen, Mittanzen, Mittrauern und Träumen ein.

Schandmaul
Unendlich
(Universal, 2014)

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