Evolution – Fressen und Gefressen werden!

Darwin hätte seine Freude gehabt

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Evolution ist die allmähliche Änderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation. Dummerweise währt eine Generation nur ein Spielrunde, sodass man schnell entscheiden muss, wie man die Gene verändert: Werden meine Tiere größer? Zahlreicher? Fleischfresser? Flinker? Dummerweise haben die anderen Spieler auch so ihre Vorstellungen über die Veränderungen ihrer Lebewesen … und die fressen dann meinen das Essen weg – oder sie gleich auf.

Spätestens in der Mittelstufe lernt jeder (bis auf vielleicht ein paar Kreationisten), was Evolution ist. Wer Darwins Theorie weniger langweilig lernen möchte, kann einfach dieses Spiel spielen. 

Jeder Spieler startet mit einem Exemplar einer unbekannten Tierrasse. Gespielt wird in mehreren Runden, wobei wir mit 5 Mitspielern immer auf 5 Runden kamen.

Eigenschaftskarten und Essen ziehen

In jeder dieser Runden bekommt man zunächst Eigenschaftskarten (dazu gleich mehr). Auf diesen Karten ist neben der Eigenschaft noch eine Zahl aufgedruckt. Jeder Spieler gibt dann eine der Karten verdeckt ab. Das fällt schon mal schwer, da jede der Eigenschaften Vorteile bringt, die man nicht missen will. Die Zahlen auf den abgegebenen Karten werden zusammengezählt und genauso so viel Futter wird in den Futterteich gepackt. Hier kann man schon mal überlegen: Will man das Futter knapp halten? Dann legt man am besten eine Karte mit negativem Wert ab. Oder will man möglichst viele Exemplare füttern? Dann muss eine Karte mit sehr hohem Wert weichen. Bei unseren Spielen kamen zwischen 5 und 25 Essensrationen in den Pool.

Die eigenen Tiere verbessern

Als nächstes darf jeder Spieler seine Tiere verbessern. Bis zu drei Eigenschaftskarten können an einer Tierrasse liegen. Und die Auswahl ist groß: Wird das Tier zum Fleischfresser und frisst sich an den Mitspielern statt am Essenspool satt? Möchte es einen Panzer, der ihn vor seinen Fressfeinden schützt? Oder wählt der Spieler die Symbiose, damit sich zwei seiner Rassen ergänzen? Gemeinerweise werden die neuen Eigenschaftskarten verdeckt an die Rassen gelegt, so dass die Mitspieler raten müssen.

Aber die Eigenschaftskarten können auch für andere Dinge benutzt werden: Man kann sich für eine Karte eine weitere Rasse kaufen, die Körpergröße einer Rasse steigern oder die Anzahl der Exemplare erhöhen. Alles davon ist nützlich. Für die Siegpunkte ist die Anzahl der Exemplare wichtig und dafür benötigt man viel zu fressen. Um nicht von Fleischfressern gefressen zu werden – oder um andere zu fressen –, ist Körpergröße wichtig: Nur größere Fleischfresser können andere Tiere fressen. Außer sie haben die Eigenschaft Rudeljagd, dann stürzen sich sich im Jagdverband auf die eigentlich überlegene Beute. Außer natürlich das Opfertier hat wiederum eine Karte, die ihn vor Rudeln schützt …

Endlich essen

Wenn alle ihre Eigenschaftskarten aufgebraucht haben, beginnt die Essensphase. Reihum bedient sich jeder Spieler am Pool; theoretisch nimmt jeder abwechselnd eine Essensportion heraus, bis all seine Exemplare satt sind. Außer ein Spieler hat Tiere mit der Eigenschaft „gierig“, die brauchen gleich zwei Rationen. Oder Langhälse, diese können sich vor der Verteilung schon aus dem Plättchenvorrat bedienen, statt aus dem allgemeinen Nahrungspool – sie kommen eben an die hohen Äste heran, die andere Tiere nicht erreichen können. Fleischfresser hingegen fressen einfach Exemplare von anderen Tieren, dabei zählen diese 1 Nahrung pro Körpergrößenpunkt. Exemplare, die in der Nahrungsphase leer ausgehen, sterben leider aus – so ist das Leben …

Wer gewinnt?

Im Prinzip gewinnt der, der im Laufe aller Runden die meiste Nahrung gefressen hat. Deswegen ist es sinnvoll, viele Tiere zu haben, die viel fressen können – oder Tiere, die mehr fressen können, weil sie beispielsweise eine Fettschicht haben. Die gefressenen Nahrungsplättchen landen in einem persönlichen Sack, am Ende werden sie dann gezählt.

Wie spielt es sich?

Das natürlich die spannende Frage. Die ersten 10 Partien waren auf jeden Fall Klasse. Das Spielprinzip ist sehr leicht zu lernen, man kann mit sehr unterschiedlichen Taktiken zum Ziel kommen und muss dabei auch auf die Strategie der Mitspieler reagieren.

Zunächst scheint die Idee, Fleischfresser zu nehmen, die beste zu sein. Dann muss man aber stark in die Größe des Tieres investieren, wodurch entweder nützliche Eigenschaften unerschwinglich werden oder die Anzahl der Tiere gering bleibt. Zwar kann man auch ein Rudel gründen, aber wenn die anderen Mitspieler ihre Tiere absichern, kann ganz schnell der Fleischfresser aussterben …

Auch bei den Pflanzenfressern gibt es verschiedene Methoden: Wenn wenig Nahrung da ist, lohnt es sich vielleicht, frühzeitig fressen zu dürfen oder sich mittels eines Fettpolsters über die Runden abzusichern. Oder die eigenen Arten unterstützen sich, indem die eine dafür sorgt, dass auch die andere etwas zu fressen bekommt.

Fazit

Evolution ist ein kurzes und kurzweiliges Spiel mit einer schönen Hintergrundstory, das sehr zu empfehlen ist. Es kann durchaus mehrfach hintereinander gespielt werden, denn jede Partie ist anders.

Evolution
Ab 10 Jahre
2-5 Spieler
30-45 min.
Webseite: Evolution bei Schmidt Spiele

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