EpicCon

Künstler, Cosplay, Anime, Matsuri

Kategorie: Veranstaltungen
von Tara Moritzen

Mirna Davalle steht dem italienisch/deutschen Team der EpicCon vor, welche vom 9. bis 11. Dezember 2016 in Halle 3 der Frankfurter Messe erstmals in Deutschland stattgefunden hat. Die Angebote waren ausgewogen und gefühlt interessanter als auf anderen Convention in Deutschland. Die Organisation war insgesamt gut, auch wenn es hier und dort Stolpersteine gab, an welchen aber auch nicht immer der Veranstalter schuld war. Das besondere war die Stimmung in der Halle. Die Besucher fühlten sich wohl, waren interessiert und freundlich zueinander. Das Wohlbefinden war höher als auf anderen Cons.

Der Veranstalter ist in Lugo, Italien, beheimatet und möchte mit der EpicCon neue Akzente setzen, um sich gegen andere Anime/Manga-Convention abzusetzen. Die Wahl für die Auftakt-Veranstaltung fiel auf die Frankfurter Messe. Ein wirklich gute Location mit einer guten Infrastruktur, aber auch hohe Kosten. Im Außenbereich gab es nur eingeschränkt geeignete Fotoplätze, doch darüber könnte man auch auf anderen Cons meckern. Die breiten Gänge wurden von den befragten Besuchern unterschiedlich kommentiert. Zum einen sah die Halle teilweise recht leer aus, zum anderen konnte man gemütlich von Stand zu Stand und hatte Raum zu atmen. Sicherlich hätte die Halle noch ein paar weitere Aussteller aufnehmen können. Doch das Konzept von breiten Gängen darf gerne beibehalten werden.

Breitgefächertes Angebot

Die Anzahl von Ausstellern kann nie groß genug sein, doch es war wunderbar mal Angebote aus Italien und den Niederlanden zu sehen, welche auf anderen Cons nicht vertreten sind. Auch gab es Aussteller, die nicht direkt mit dem Thema Anime/Manga/Japan/Cosplay zu tun hatten, die Con aber damit auflockerten. Die Anzahl von Künstlern und Cosplayer war groß und trotzdem wurde von Besuchern bemängelt, dass die wirklichen Stars fehlten. Diese würden sicherlich in Zukunft helfen, die notwendigen Besucherzahlen zu bekommen, die notwendig sind, die Kosten wieder einzuspielen.

Zum Festhalten von schönen Momenten haben die zahlreichen Walking Acts (Ghostbusters Deutschland, 501st German Garrison, AJ Design/Transformers) und viele cool aussehenden Besucher beigetragen. Für den Geist gab es aber auch Workshops, Panels, ein Anime-Kino und zahlreiche Mitmach-Angebote (Bullenreiten, Lasertag, Menschen-Kicker, Gladiatorenkämpfe, Riesenmikado) in der Halle und in den Konferenz-Räumen des zweiten Stocks. Die Mitmach-Angebote gehörten zum Teil zum japanischen Volksfest (Matsuri), wie zum Beispiel der Sushi-Kurs. In der Nachbarschaft gab es den Food-Bereich, welcher weitere japanische Speisen angeboten hatte. Dieser war übersichtlich und von der Frankfurter Messe organisiert. Inhaltlich gut, preislich leider unbefriedigend. Es gab verteilt in der Halle noch Aussteller, die eine Vielzahl von modernen, japanischen Lebensmittel anboten. Dies hat dann jedoch weniger mit dem traditionellen Essen zu tun.

(Unberechtigte) Kritik

Für das erste Mal war die EpicCon eine gute Convention und man darf gespannt sein, wann und wo in Deutschland 2017 die nächste Veranstaltung stattfinden wird. In jedem Fall sollte der Veranstalter in puncto Programmvielfalt (Stars, Bands, Bühnenshows), Aussteller (Verlage) und Raumaufteilung (Standort Bühnen) nachbessern. Die Kritik an den Veranstalter, hunderte Tickets seien einfach so verschenkt worden, ist so nicht korrekt und solche schnell aufgestellten Behauptungen führen rasch zu falschen Gerüchten. Auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass Schulklassen Rabatte und Mitarbeiter von Feuerwehr und Militär Freikarten erhielten. Es ist korrekt, dass der Partner der EpicCon, MyCostumes, Freikarten verschenkte. Aber nichts davon ist für eine Convention ungewöhnlich.

Fotos: www.epiccon.de

Tara Moritzen
Über den Autor

Tara Moritzen schreibt für Zauberwelten-Online.de.

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