Ekhö – die Spiegelwelt: Das Geheimnis der Preshauns

Fantasy-Comic mit viel Humor

// Literatur
Ekhö – die Spiegelwelt: Das Geheimnis der Preshauns - News

Vier Bände lang reisten Ludmilla und Juri nach ihrer Rettung aus einem abstürzenden Flugzeug durch die fantastische Welt Ekhö. In Band 5 wollen sie erfahren, warum sie eigentlich dort sind. Dafür müssen sie in die ewige Stadt Rom – und dort treffen sie auf interessante Figuren, unter anderem den Papst.

Christopher Arleston war der erste Autor eines der erfolgreichsten Fantasy-Comic-Universen: Troy. Der Zeichner Alessandro Barbucci konnte mit Monster Allergy und Sky Doll Aufmerksamkeit erlangen. Vor drei Jahren starten die beiden die Serie Ekhö – Spiegelwelt. Im ersten  Band wurden die beiden Menschen Ludmilla und Juri – die sich scheinbar wenig leiden können – aus einem abstürzenden Flugzeug in diese merkwürdige Welt gezogen. Das Geheimnis der Preshauns ist der fünfte Band.

Ich bin Quereinsteiger und habe die ersten vier Bände nicht gelesen. Trotzdem kam ich sehr schnell rein, obwohl dieser Band sehr viel über die Welt und ihre Bewohner verrät und vermutlich einige Stränge der bisherigen Bände zusammenführt – das ist äußerst positiv.


Tierische Fortbewegungsmittel

Ludmilla Tiller und Juri Podrov reisen zur ewigen Stadt Rom, denn dort glaubt Ludmilla, einiges über die Gründe erfahren zu können, die sie nach Ekhö geführt haben. Eine Reise zum  Papst … Begleitet werden sie von Sigisbert von Motafiume, einem jungen Preshaun. Die Preshauns sind die einheimischen Bewohner Ekhös. Sie müssen zu bestimmten Uhrzeiten Tee trinken, sonst verwandeln sie sich in gefährliche und unberechenbare Monster …

Ekhö kennt keine Technik. Stattdessen werden zur Fortbewegung Wesen benutzt. Das Schiff, mit dem sie von Barcelona nach Rom fahren, ist beispielsweise auf den Rücken eines Tintenfisches geschnallt. Drachen sind Reisemittel ähnlich wie bei uns Flugzeuge und die unvermeidlichen Vespas in Rom hinterlassen Köttel auf der Straße …

Intrigen und Mord in Rom

Ludmilla und Juri erreichen Rom in Begleitung des galanten Fran. Bis sie dort ankommen, ist jedoch schon ein fieser Preshaun gestorben und der nette Sigisberg von Motafiume scheint damit etwas zu tun zu haben … In Rom geraten sie dann in die Intrigen rund um die Zeugmas und die Authentisten. Die Zeugmas sind sozusagen die netten, die Authentisten hingegen würden gerne die Menschen beseitigen und wieder wild leben (zur Erinnerung: Preshauns können sich in blutrünstige Monster verwandeln).

Dummerweise geraten die Protagonisten direkt in die Intrigen zwischen den beiden Gruppen. Um dort heil durchzukommen, müssen Ludmilla und Juri unter anderem Errol Flynn-artige Seilstunts zeigen und ein Bad im Trevi-Brunnen nehmen … Das ist romantisch und sehr sehr nass, hat aber mit der Beziehung von Juri zu Ludmilla zu tun, die zu Anfang sehr frostig war, jetzt aber – von seiner Seite – romantisch wird. Was auch immer Informatiker zur Romantik beitragen können …

Zur Belohnung treffen sie aber tatsächlich den Papst und erfahren dort einiges über die Vergangenheit Ekhös und den Grund, warum eigentlich Menschen aus der normalen Welt dorthin entführt werden … aber das wird jetzt nicht verraten.


Schnörkel und etwas Erotik

Das Prinzip der Handlung ist bei Christopher Arleston immer das gleiche: Die Charaktere schlittern von einer blöden Situation in die nächste … aber es gibt genug Möglichkeiten für blöde Situationen.

Auch eine Prise Erotik gibt es, die Kleidung von Ludmilla ist teilweise schon sehr freizügig – erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Barbucci mal bei Disney gearbeitet hat …

Mir gefällt Barbuccis Stil. Er malt die Welt Ekhö mit wunderbaren Schnörkeln, sodass man sich wirklich woanders wähnt … obwohl Ekhö als Spiegelwelt viele Gemeinsamkeiten mit unserer Welt hat. Besonders gut finde ich die Mimik der Charaktere. Die Preshauns haben ähnlich viele Gestalten und Ausstrahlungsmöglichkeiten wie wir Menschen. Es gibt süße Knuddelige, aber auch solche mit einer Ausstrahlung wie Darth Vader ohne Maske … wenn man sich Darth Vader als Eichhörnchen vorstellen kann.


Fazit

Ekhö macht Spaß. So sehr, dass ich mir auch noch die ersten Bände besorgen muss. Auf die Idee, eichhörnähnliche, intelligente Wesen zu den Bewohnern des Vatikanstaats zu machen, muss man erst einmal kommen ...

Das Gemeinnis der Preshauns (Ekhö Band 5)
Christophe Arleston & Alessandro Barbucci (Übers.: Tanja Krämling)
(Splitter-Verlag, 2016)
Hardcover, 56 Seiten
ISBN: 978-3-95839-164-2
Webseite: Das Geheimnis der Preshauns

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