Alien: Isolation

Das erste Alien-Spiel, in dem das Alien genauso tödlich ist wie sein filmisches Vorbild

Kategorie: Games
Tags: Science Fiction Alien Aliens PS4 XboxOne Windows PS3 Xbox360 Sega
von Marc Haarmann

Als im Jahr 1979 der Film Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt von Ridley Scott erschien, waren viele Gamer der heutigen Generation noch gar nicht geboren. Doch seine Popularität machte das Xenomorph genannte Wesen zu einem zeitlosen Klassiker des Science-Fiction-Horrors. Daher ist es wenig verwunderlich, dass nun knapp 35 Jahre später ein Spin-Off erscheint, dass direkt an den Beginn anknüpft und dabei den gleichen Charme versprüht wie sein filmisches Prequel.

Amanda Ripley, Tochter der Filmheldin Ellen Ripley, erfährt 15 Jahre nach dem Verschwinden ihrer Mutter, dass diese noch am Leben sein könnte. Der Flugschreiber des Erzfrachters Nostromo wurde gefunden und befindet sich auf der Station Sevastopol. Als Amanda die Station mit ihrer kleinen Einsatztruppe erreicht offenbart sich ihr ein wahres Horrorszenario. Die Besatzung der Sevastopol ist entweder tot oder zerstreut. Und zu allem Übel hat sich hier etwas unbekanntes eingeschlichen: ein besonders hartnäckiges Exemplar der Xenomorphspezies, genauso tödlich, agil und unbesiegbar wie das Wesen, das 15 Jahre zuvor ihre Mutter jagte ...

Vielleicht war es doch keine so gute Idee, völlig unbewaffnet loszureisen. Trotz vereinzelter Überlebender macht das Alien vor allem Jagdauf euch und das ohne Unterlass. Euch bleibt nichts weiter übrig, als den Motionscanner konstant im Auge zu behalten. Sollte sich dort etwas bewegen heißt es verstecken und am besten nicht atmen. Manchmal verharren wir minutenlang in Spinden und warten, bis uns das Monster wieder alleine lässt. Nicht selten haben wir uns dabei zu früh gefreut und den Spind voreilig verlassen. Eine Sekunde später blickten wir in die dämonische Fratze des Xenomorphs und verloren ein weiteres Leben. Ein anderes mal atmeten wir zu früh aus, das Resultat war das gleiche. Auch als wir einem überlebenden Besatzungsmitglied helfen wollen und ein paar der sehr spärlich verteilten Schüsse Munition opfern, beißen wir ins virtuelle Gras. Wer übrigens sein Glück in der Flucht versucht kommt selten mit dem Leben davon. Dass wir so oft sterben liegt nicht etwa an klug platzierten Scriptsequenzen. Das Alien ist komplett KI-gesteuert und wird zufällig platziert. Das sorgt manchmal dafür, dass wir gar keine Chance haben uns in Sicherheit zu bringen. Wie im echten Leben eben …

Da wir mit unseren wenigen Waffen nicht viel anrichten können gibt es die Möglichkeit, nützliche Gegenstände zu basteln. So suchen wir uns Bestandteile für eine Geräuschquelle zusammen und lenken das Alien in eine andere Richtung, um vorbeischleichen zu können. Auch Feuer sorgt zumindest kurz für vorübergehende Fluchten des Aliens.

Die weit auseinanderliegenden Speicherpunkte machen Alien: Isolation zu einer besonders kniffligen Herausforderung. Stirbt man kurz vor dem nächsten Speicherpunkt oder sogar beim Speichern, kann man die zuvor zurückgelegte Strecke nicht einfach abkürzen, da sich das Alien an völlig anderen Orten aufhält. Das Spiel sieht übrigens erstklassig aus. Das retrofuturistische Design spiegelt den Charme des 70er Jahre Klassikers perfekt wider. Schade, dass wir die meiste Zeit zu sehr damit beschäftigt sind zu überleben.

Wenn das Alien euch gerade mal nicht jagt könnt ihr immer noch Opfer von Androiden werden. Ihr Verhaltensmuster erinnert dabei teilweise an das der Borg. Erst wenn sie euch als Gefahr erkennen greifen sie an, aber dann steckt man in ernsten Schwierigkeiten. Von Situationen, in denen euch beide Gegnertypen jagen, reden wir gar nicht erst.

Alien: Isolation ist das erste Alien-Spiel, in dem das Alien genauso tödlich ist wie sein filmisches Vorbild. Wer Nerven aus Stahl hat und sich in ein Spiel verbeißen kann, bis er es mit viel Blut und Schweiß endlich bezwungen hat, der darf sich Alien: Isolation stellen.

Alien: Isolation
(Creative Assembly, Sega)
Plattformen: PS4, XboxOne, PC, PS3, Xbox360

Weitere Informationen:
Marc  Haarmann
Über den Autor

Marc Haarmann schreibt für Zauberwelten-Online.de.

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